Regnet Es?

Die erste Frage ließ mich spontan an ein Zitat von Karl Valentin denken:„Ich freu mich so, dass es regnet, weil, wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem.“

Welch große Rolle spielt das Wetter in unseren Gesprächen, unseren Planungen, unserem Wohlbefinden. Die psychischen Effekte sind beeindruckend, sonnenarmes Wetter scheint einen Beitrag zu depressiven Verstimmungen zu leisten. Interessant finde ich, dass die Frage „Regnet es“ für Kinder praktisch keine Rolle spielt. Die Sensiblisierung geschieht erst durch die Eltern: „Zieh dich warm an, sonst wirst du krank." "Es regnet, bleibe lieber drin.“ In einem berühmten Märchen "Der Fliegende Robert“ wird in drastischer Form vor dem „schlechtem Wetter“ gewarnt:
"Seht! den Schirm erfasst der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind
Durch die Luft so hoch, so weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.“

Medizinisch betrachtet, kann Vitamin D- Mangel in der sonnenarmen Jahreszeit zu einer Verstimmung und zu einem geschwächten Immunsystem beitragen und gerade in dieser Zeit, in der wir Krieg führen mit einem Virus, eine große Rolle spielen. Vitamin D wird auch das Sonnenvitamin genannt, da es mit Hilfe von UV-Strahlen der Sonne in unserer Haut produziert wird.

Vielleicht wollen wir einfach über unser Befinden reden, wenn wir über das Wetter sprechen? Wird das Gespräch über Sonne und Wärme geführt, so nehmen wir die positiven Seiten in uns wahr. Auch Sonne und Wärme werden, vor allem bei längerer Dauer, oft negativ empfunden. Das Wetter kann es uns nicht so einfach recht machen. 

Wo bist Du?
Gerne in der Gegenwart.
Besonders in Zeiten, die viele Menschen als Krisenzeit empfinden, ist das "Im Jetzt sein" ein bedeutender Beitrag zur Findung innerer Ruhe.

Was spricht Dich an?
Menschen mit eigenen Gedanken, die sich konstruktiv einbringen.

Wie antwortest Du?
Am liebsten antworte ich nach einer Phase des Überlegens.
„Eine Nacht drüber schlafen“ wird so immer wieder zur Wirklichkeit.

Foto:
Föhnwolke in Patagonien